24drivers History: Ford Mustang Geschichte

Allgemeines
Hersteller: Ford Motor Company
Produktion: seit 1964
Klasse: Sportcoupé
Varianten: Coupé, Fastback und Cabriolet

Der Mustang 1 (1964-1973), die 1.Generation
Produziert wurde dieser in den Jahren 1964-1973. Die Motorenpalette bestand aus dem 2.8l-R6, 3.3l-R6, 4.3l-V8 und dem 4.7l-V8 mit Leistungen von 88-199 kW. Die Präsentation des ersten Mustangs erfolgte im April 1964 und bestand in technischer Hinsicht auf der Basis des Ford Falcon. Ausgeliefert wurde der Mustang 1 in den Varianten Coupé und Cabriolet und hält mit 680.000 verkauften Exemplaren im Einführungsjahr bis heute den Rekord in den USA. Dieser Rekord ist vor allem damit in Verbindung zu bringen, dass man sich seinen Mustang aufgrund zahlreicher Einzelextras und Ausstattungspakete ganz individuell zusammenstellen konnte.
Im Jahr 1965 kam jener dann als sogenannter Fastback (Fließheck-Coupé) auf den Markt. Seine Besonderheiten waren die Scheibenbremsen vorn und das optionale GT-Paket, welches unter anderem seitliche Zierstreifen an den Schwellern enthielt. Bereits ein Jahr später, erschien ein sogenanntes Facelift, dessen Unterschied der Grill, die erweiterte Sicherheitsausstattung mit Sicherheitsgurten (vorn und hinten) und die neuen Rundinstrumente waren. Außerdem baute Carroll Shelby ab 1965 die ersten Sondermodelle des Mustang für Renneinsätze und als Hochleistungsvarianten für die zivile Bevölkerung.

Promotional Shot Of 1964 Ford Mustang

Der Mustang 1 (1967-1968), die 2.Generation
In der zweiten Generation bot man hauptsächlich V8-Motoren an, abgesehen vom 3.3l-R6, deren Leistung sich bis auf 264 kW belief. Die logische Voraussetzung war, dass der Mustang in allen Dimensionen an Größe zulegte. Die wesentlichsten Unterschiede in der Optik waren die größeren Lufthutzen vor den Hinterrädern und die größere Heckblende mit dem konkav eingelassenen Tankverschluss.
Im Jahr 1968 verzichtete man dann gänzlich auf die Ziersicken vor den Hinterrädern und überarbeitete die Motorenpalette. Vor allem gab es jetzt 2 Varianten vom 7.0l-V8. Einerseits den 246 kW (7015cm3) Cobra Jet-V8 und den 287 kW (6999cm3) Hochleistungs-Siebenliter. Außerdem wurden nun die von Carroll Shelby hergestellten Mustangs für den zivilen Gebrauch konzipiert. Optisch veränderte man unter anderem den Grill, wobei man die Chromeinleger durch zwei zusätzliche Scheinwerfer ersetzte, die Motorhaube auf der sich nun Lufteinlässe und Verriegelungsstifte befanden, die nun fensterlosen C-Säulen mit Lufthutzen und die Heckleuchten mit breiteren Einheiten wie beim Mercury Cougar.

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Der Mustang 1 (1969-1970), die 3.Generation
In der dritten Generation wirkte das Design fast haifischähnlich und erhielt die typische Front mit den Doppelscheinwerfern, wie zuvor bei der zweiten Generation der Shelby Mustangs. Neu im Programm war der sogenannte Mustang Grande, eine Luxusversion mit z.B. serienmäßigem Vinyldach und Holzfolie auf dem Armaturenbrett. Ebenfalls neu war der Mustang Mach 1. Er zeichnete sich durch eine De-Luxe-Innenausstattung mit Sportsitzen, hochwertigen Bodenteppichen, Holzausstattung, sowie durch eine mattschwarze Motorhaube mit Lufthutze aus. 1970 verabschiedete man sich wieder vom neuen Gesicht und der Mustang erhielt wieder die typische Front mit 2 anstatt 4 Scheinwerfern, welche in den Grill eingelassen waren.

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Der Mustang 1 (1971-1973), die 4.Generation
In der nun letzten Generation des Mustang 1, wurde starke Kritik an der erneuten Zunahme in allen Dimensionen geübt. Erstmals fielen auch die Verkaufszahlen, welche sich schließlich aber auf einem, wenn auch niedrigem Niveau, einpegelten. Außerdem wurde die Karosserie wuchtiger und die Glasflächen immer kleiner. Motorentechnisch wurde der bekannte 3.3l-R6 durch einen neuen 4.1l-R6 ersetzt, welcher nun die Grundmotorisierung bildete. Ab 1972 wurde schließlich der Einsatz von V8-Motoren eingestellt und die im Jahr 1973 produzierten Mustang Cabrios sollten zunächst die letzten sein.

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Der Mustang 2 (1973-1978)
Aufgrund der beim Vorgängermodell kritisierten Zunahme der Dimensionen des Mustangs, reagierte man und machte den ab 1973 produzierten Neuen 35cm kürzer, 12cm schmaler und 50-150kg leichter. Verkauft wurde dieser in einer luxuriösen und einer Basisausstattung. Ab 1975 gab es dann wieder kleinere Veränderungen an der Optik, wie z.B. eine breitere C-Säule. Die folgenden Jahre brachten dann ebenfalls optische Änderungen im Zusammenhang mit dem damals erhältlichen Stallion-Paket und dem Cabra-2-Paket.

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Der Mustang 3 (1979-1993)
Die dritte Generation hatte rein optisch nichts mehr mit seinen Vorgängern zu tun. Zu erwerben war dieser als Stufenheck- und später sogar als Schrägheckcoupé. Der typische Flair des Mustangs wurde unterbrochen, da er nun immer mehr den „normalen“ Fordmodellen glich und so seinen typischen Charakter verlor. Zwar konnte man nun auch optionale Ausstattungen wie 16-17 Zoll große Felgen oder einen Heckspoiler extra ordern, aber dies änderte nichts an den Verkaufszahlen, welche ein neues Tief erreichten.

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Der Mustang 4 (1994-2004)
Pünktlich zum 30. Geburtstag, brachte Ford im Frühjahr 1994 eine neue Generation des Mustangs auf den Markt. Diesen gab es als Coupé und Cabriolet in den Versionen Basis, GT und Cobra. Der neue basierte wie sein Vorgänger auf der sogenannten Plattform und verfügte über eine hintere Starrachse. Die Cobra-Version war jedoch eine Eigenentwicklung von SVT und nicht von Carroll Shelby. In den Jahren von 1995-2004 kam es hauptsächlich zu Veränderungen der Motorentechnik, wobei die Leistung der V8-Aggregate stets gesteigert wurde und eine Höchstleitung von bis zu 290 kW aufwiesen.

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Der Mustang 5 (seit 2004)
In der nun bis heute existierenden 5. Generation nahm man das Ende der 1960er Jahre eingeführte Design des Mustangs wieder auf und verbannt es mit den modernen Techniken der Neuzeit. Das sogenannte Retro-Design führte Ford als erster wieder ein und traf damit den Geschmack der Muscle-Car Anhängerschaft. Der neue Mustang wurde aber nur für den amerikanischen Markt gebaut und produziert, aber jedoch von zahlreichen Importeuren auch in Europa zum Verkauf angeboten. Zu Beginn beliefen sich die Motoren auf den 4.0l-V6 für die Basis und den 4.6l-V8 für die GT-Variante. Hinzu kam, abgesehen von einem 5-Gang-Schaltgetriebe, nun auch optional ein 5-Stufen-Automatikgetriebe. Ab 2005 wurde dann der Mustang auch als Cabrio angeboten und das Coupé war nun in 4 Varianten erhältlich (V6 Deluxe, V6 Premium, GT Deluxe und GT Premium). 2006 wurde dann der Ford Mustang Shelby GT500 vorgestellt, welcher anfangs über einen 5.4l-V8 mit 368 kW (500PS) mit Kompressoraufladung verfügte. Über die Jahre gab es dann schließlich noch das Sondermodell Hertz, welches von Ford auf 500 Exemplare limitiert wurde. Ab 2009 stellt Ford dann Facelifts vor, die sich optisch durch z.B. eine geänderte Motorhaube, LED-Rückleuchten und optionales Xenonlicht in den Frontscheinwerfern äußerte. Natürlich wurde er auch technisch aufgefrischt und mit z.B. ESC und 4 Airbags ausgestattet. Im Allgemeinen sind die Ausstattungsvarianten nunmehr der V6, V6 Premium, GT, GT Premium und Shelby GT500. Natürlich sind alle Varianten als Coupé oder Cabriolet zu erwerben. Im Frühjahr 2011 stellt Ford dann die Neuauflage des Boss302 vor. Zu erwerben ist dieser als Boss302 bzw. Boss302 Laguna Seca Package, dessen Unterschied in der Einsparung von 5kg Dämmmaterial, dem Ausbau der Rücksitzbank und dem tauschen der Seriensitze gegen Recaro-Sportsitze liegt. In Sachen Serien-Leistung liegt der neue Shelby GT500 mit 650PS und 800NM Drehmoment an der Leistungsspitze der Mustang-Modellpalette.
Abschließend ist zu sagen, dass ich und der Großteil der Mustang Fangemeinde froh darüber sind, das Ford das Retro-Design wieder aufnahm und ein Muscle-Car auf die Beine gestellt hat, das seinesgleichen sucht.

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