Fahrbericht: Honda Civic Tourer – Der Weltrekordler

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Im Guinnessbuch der Rekorde sind viele Autos zu finden: das Schnellste oder das Teuerste, aber auch verrückte Rekorde, beispielsweise die meisten Menschen in einem Mini.
Wir hatten diesmal auch einen Weltrekordler, den Honda Civic Tourer mit seiner 1.6 Liter Dieselmaschine. Mit diesem Fahrzeug hat Honda in der Real Fuel Challenge einen Weltrekord für Kraftstoffeffizienz aufgestellt. Dabei wurde eine Strecke von über 13.400 Kilometer durch 24 europäische Länder in 25 Tagen zurückgelegt. Der Durchschnittsverbrauch lag dabei bei 2.82 Liter auf 100 Kilometer. Der Rekord wurde mit einem Standardmodell, so wie wir ihn als Testfahrzeug fahren durften, aufgestellt.

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Die Maschine und das Fahrverhalten

Diesmal konnten wir unsere Teststrecke erweitern und mehr Autobahn und auch Innenstadt fahren. Der 1.6 Liter Diesel verfügt über 120 PS und einen Normverbrauch von ungefähr 3,8 Liter kombiniert. Auch wenn sich 120 PS für manchen recht wenig anhören, kommt der Honda sehr flott und sportlich voran. Außerdem kann man dank des 6-Gang-Schaltgetriebes und dem zusätzlichen aktivierbaren ECO-Modus noch sparsamer fahren.

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Auch die Straßenlage überzeugt. Schön ist, dass man per Knopfdruck in der Mittelkonsole das Fahrverhalten ändern kann. Hier hat man die Wahl zwischen den drei Modi sportlich, komfortabel und einer Variante dazwischen. Bei unseren Testfahrten merkte man sehr gut den Unterschied zwischen den verschiedenen Einstellungen.
Auf der Autobahn fährt sich der Honda Civic Tourer sehr gut und flott, denn hier profitiert er am meisten von seinen 120 PS und seinem neuen individuell einstellbaren komfortableren Fahrwerk. Aber auch die Fahrt durch die Innenstadt gestaltet sich als sehr angenehm und wenn gewünscht auch sportlich.

Die Ausstattung

Bei der Ausstattung lässt der Honda keine Wünsche offen. Unser Testfahrzeug hatte die Ausstattungsvariante Lifestyle. Standardmäßig enthält diese Ausstattungsvariante ein 7 Zoll Android-Autoradio inklusive Webbrowser, Freisprecheinrichtung, Fahrtenbuch und  Anschlussmöglichkeiten über zwei USB-Anschlüsse sowie über einen AUX-Anschluss, Bluetooth und als Besonderheit einen HDMI-Anschluss. Alle Anschlüsse sind sehr schön in die Mittelarmlehne integriert. Außerdem verfügt diese Ausstattungsvariante noch über LED-Scheinwerfer, welche sehr klares und helles Licht liefern, das das Anschalten von Fernlicht fast überflüssig macht. Er verfügt über Parksensoren hinten und vorne sowie über eine Rückfahrkamera. Für zusätzliche Sicherheit sorgt ein City-Notbremssystem, welches sehr zuverlässig arbeitet.

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Sehr schön ist auch das Honda keine schier unendlich wirkende Liste mit zusätzlichen Ausstattungsmöglichkeiten anbietet. Man hat die Wahl zwischen verschiedenen Ausstattungspaketen und kann dann zusätzlich noch einige Optionen wie beispielsweise eine Anhängerkupplung, Standheizung oder Stylingvarianten dazubuchen.

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Der Honda Civic verfügt über einen Digitalen Tacho, der sich sehr praktisch auf Sichthöhe des Fahrers befindet. Gleich daneben befindet sich der farbige Bordcomputer, welcher die gewünschten Informationen, wie zum Beispiel Restreichweite, Fahrwerkseinstellungen, Außentemperatur und auch aktueller Radiosender oder Musiktitel, anzeigt.

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Das Platzangebot

Hier ist der Honda auch alles andere als normal. Der Fahrer hat genügend Platz und man fühlt sich auch bei längeren Fahrten sehr wohl. Auch einem Urlaub mit der Familie steht nichts im Wege, denn der Kofferraum bietet sehr viel Stauraum, hier hat er den Größten seiner Klasse. Sehr schön ist auch, dass durch das nach vorn Klappen der Rücksitzbank eine ebene Ladefläche entsteht. Bei umgelegter Rücksitzbank beträgt das Kofferraumvolumen über 1660 Liter und damit hält er hier fast mit größeren Kombis, wie dem Skoda Octavia oder VW Passat mit. Selbst ohne umgelegte Rücksitzbank fasst der Kofferraum über 470 Liter und verfügt zusätzlich dort über ein weiteres Staufach, wo sich bei anderen Fahrzeugen das Reserverad befindet.

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Doch beim Honda Civic Tourer kann man die Rücksitzbank nicht nur nach vorn klappen. Durch das nach oben Klappen der Sitzflächen der Rücksitzbank entsteht ein Ladetunnel dort wo sich normalerweise die Rücksitzbank befindet. Dadurch lassen sich auch größere Pakete vom Möbelhaus sehr gut transportieren.

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Das Fazit

Zum Schluss kann man nur sagen das der Honda Civic Tourer von den meisten unterschätz wird, denn er verfügt unter anderem über moderne Technik mit seinem Android-Radio und auch die Motorisierung ist passend für die Größe des Autos. Zusätzlich bietet er genug Ladefläche mit seinem enormen Kofferraumvolumen.  Somit bleiben nicht viele Wünsche offen. Auch das sportliche, leicht kantige Design gefällt uns sehr gut, aber das ist natürlich Geschmackssache. Alles in allem waren wir nach dem Testzeitraum schon ein bisschen traurig, dass wir ihn wieder abgeben mussten. Daher empfehlen wir jedem, der auf der Suche nach einem kompakten Kombi ist, unbedingt mal eine Probefahrt mit dem Honda Civic Tourer zu machen.

Das Testvideo

Zum Schluss möchten wir uns beim Honda Center in Leipzig bedanken, welche uns das Fahrzeug zur Verfügung gestellt haben. DSC01348DSC01407

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