Kia SPORTSPACE

Kia SPORTSPACE - Exterior 3

Kia ist mittlerweile eine fest integrierte Marke auf dem europäischen Markt. Die am meisten vertretenen Modelle hierbei sind der ceed, der Sportage und der Sorento. Seit einigen Jahren nun ist auch schon der Kia Optima in Deutschland erhältlich. Er ist jedoch nicht so stark vertreten, eher ein seltener Anblick auf Deutschlands Straßen. Auch wir selbst durften ihn mal Probefahren zur AMI 2014. Vom Design und der Ausstattung, sowie deren Verarbeitung waren wir einfach begeistert. Der Motor hingegen schien etwas zu schwach zu sein, besser gesagt ihm fehlte einfach ein Turbo. Aber davon abgesehen liegt wohl das „große“ Problem bei der Verbreitung des Optima darin, dass schlicht weg ein Kombi fehlt. Darum spitzte Kia die Ohren und in Genf letzten Jahres stand schließlich die Studie Kia SPORTSPACE auf der Bühne.

Design

Der Kia SPORTSPACE ist laut Kia dazu konzipiert worden vor allem Langstreckenfahrten und zügiges Reisen mit hohem Komfort zu verbinden. Der Entwurf für den Kia SPORTSPACE entstand hier in Deutschland, genauer gesagt im Kia-Designstudio in Frankfurt. Und was will man mehr sagen als „WOW“. Genau dies ist der Eindruck den der Kia SPORTSPACE bei mir hinterlassen hat. Das Fahrzeug wirkt schon allein im Stand so dynamisch und angriffslustig, dass man einfach einsteigen und losfahren will. Aber nun zu den Details. Typisch ist auf jeden Fall der Kühlergrill im Tigernasen-Design, welcher schon die anderen Modelle von Kia auszeichnet. Der Unterschied jedoch ist die sogenannte „Tigernase“, die nicht im bekannten Wabengitter-Design vertreten ist, sondern verschlossen durch Elemente in Klavierlack-Optik. Auch die Scheinwerfer, welche durch eine silberne Zierleiste verbunden sind, wirken beim Kia SPORTSPACE unter anderem durch die verwendete LED-Technik verdammt grimmig. Unterhalb befinden sich zwei Lufteinlässe rechts und links sowie mittig ein „riesen Schlot“ der den Motor mit genügend Luft versorgen soll. Auf der Autobahn würde diese Front definitiv sagen: „Mach endlich Platz auf der linken Spur!“. Aber die Präsenz des Kia SPORTSPACE nimmt kein bisschen ab, wenn man die Seitenlinie genauer betrachtet. Hier fallen die schmalen Seitenspiegel auf und die dynamische Linienführung, welche ein wenig an die eines Mercedes CLS Shootingbrake erinnert. Aber auch die „dicken“ Backen der Kotflügel sind nicht ohne, wobei diese ja auch mächtige, sehr stylisch designte Felgen beherbergen. Die Türgriffe sind auch in die Karosse integriert, ähnlich einem Tesla Model S. Hinten angekommen sticht einem dieses puristisch gestaltete Heck ins Auge. Die Heckleuchten in ihrem ganz speziellen Design lassen selbst von Hinten den Kia SPORTSPACE grimmig schauen. Oberhalb der großen Klappe brachten die Designer noch einen Dachkantenspoiler an, welcher sich nahtlos in die Dachlinie integriert. Aber auch das spezielle Design des Diffusors, welcher zwei fette Endrohre beherbergt, ist etwas anders als man es eventuell gewohnt ist. Alles in allem einfach ein Design, was in der Kategorie Kombi seines gleichen sucht.

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Innenraum

Der Innenraum des Kia SPORTSPACE wirkt genauso modern wie das Außendesign. Platz haben hier insgesamt 4 Personen, welche auf einzelnen Schalensitzen untergebracht werden. Ok das ist eine Studie und sicherlich werden diese dann durch eher auf Komfort ausgelegte Sitze ersetzt werden, aber der sportliche Seitenhalt der Vordersitze hingegen kann gern erhalten bleiben. Alles in allem wirkt der Innenraum einfach riesig und verdammt luftig. Dazu trägt sicherlich auch das gigantische Panorama Glasdach bei, welches sich bis fast in den Kofferraum erstreckt. Neben den ganzen Stil- und Designelementen fällt einem aber sofort das digitale Cockpit-Instrument auf. Dieses lässt sich individuell vom Fahrer auf seine Bedürfnisse einstellen und konfigurieren. Nun aber zu dem Thema, welches einen Kombi erst als Kombi auszeichnet, dem Kofferraum. Dieser ist äußerst funktional und wurde von den Kia-Entwicklern mit einer cleveren und sehr praktischen Innovation ausgestattet. Anderst als bei allen anderen Fahrzeugen verfügt nämlich der Kia SPORTSPACE über Stahlkugeln im Kofferraumboden. Diese sollen es dem Fahrer erleichtern auch schwere Gegenstände leichter einzuladen bzw. wieder auszuladen. Klar man denkt sich jetzt, wieso soll das praktisch sein, wenn das Gepäck bzw. die Ladung einfach hin und her rollt im Kofferraum. Nein dies ist nicht der Fall, denn die Stahlkugeln versenken sich bei starten des Fahrzeuges, was ein verrutschen ausschließt. Nur im Stand bei abgeschaltetem Motor fahren diese aus und erleichtern das erwähnte Be- und Entladen. Ob diese „Hilfe“ es in die Serie schafft, wer weiß vielleicht in abgewandelter Form.

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Motor

Zum Motor gibt es jedoch nicht sonderlich viel zu berichten. Nur das der Kia SPORTSPACE von einem 1,7-Liter-Mildhybrid angetrieben wird. Vielleicht wird dieser dann auch in der Serie in den nächsten Jahren zu finden sein bei Kia. Wir lassen uns gern überraschen. Definitiv sicher ist, das der Optima-Kombi in der Serie von den gleichen Motorisierungen, wie auch schon die Limousine, angetrieben wird. Eventuell gibt sich Kia ja auch einen Ruck und verzückt uns mit einem Optima-Kombi GT.

Fazit

Also wie soll man am besten dieses Fahrzeug beschreiben. Der Kia SPORTSPACE ist eine Schönheit die seinesgleichen sucht. Zwar gibt es einzelne Elemente, wie die 4 einzelnen Schalensitze die es bestimmt nicht in die Serie schaffen werden, aber den Rest würde ich gern auch in der Serie wiederfinden wollen. So einen schönen Kombi hat schon lange kein Fahrzeughersteller mehr vorgestellt.

 

Quelle: KIA

YouTube: KiaMotorsDeutschland